Winter, Wetter, Rohrbruchzeit: Wenn das Wohnzimmer zum Planschbecken wird
Winter, Wetter, Rohrbruchzeit: Wenn das Wohnzimmer zum Planschbecken wird
Mit dem ersten richtigen Wintereinbruch und frostigen Temperaturen kommen auf viele Hausbesitzer Rohrbrüche und diverse Leitungswasserschäden zu. Die deutschen Versicherungswirtschaft bearbeitet Jahr für Jahr rund eine Million Leitungswasserschäden mit einer Schadenssumme von 2 Milliarden Euro.
Wasserleitungen sind im Regelfall hinter verputzten Wänden und somit quasi unsichtbar. Genau hier liegt das Problem: viele Hausbesitzer unterschätzen das Risiko. Dabei ist ein Wasserrohrbruch zu vermeiden, wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden:
Die Ursachen für einen Rohrbruch
In den meisten Fällen liegt die Ursache von Leitungswasserschäden am Verschleiß oder an Frostperioden im Winter. Erfahrungsgemäß treten an Rohrsystemen bereits nach 20 Jahren die ersten Schäden auf. Das liegt an der ganz normalen Abnutzung des Materials. Im Winter nimmt zusätzlich das Volumen des Wassers durch Gefrieren um ca. neun Prozent zu. Durch den erhöhten Druck auf die Rohre können dadurch Risse entstehen.
Die größten Gefahrenstellen
Das Risiko eines Rohrbruchs ist dort am Größten, wo nur selten oder gar nicht geheizt wird. Besonders hoch ist das Risiko in unbeheizten und wenig genutzten Räumen, in leer stehenden Gebäuden und an Leitungssystemen im Außenbereichen von Gebäuden.
Prävention
Die Leitungen sollten regelmäßig von einem Fachbetrieb kontrolliert und ggf. repariert werden. Im Winter sollten alle Räume ausreichend beheizt werden, auch während der Abwesenheit oder Nicht-Nutzung. Dazu gehört auch das komplette Verschließen der Fenster und die Optimierung der Wärmedämmung. Wasserleitungen im Außenbereich sollten im Winter rechtzeitig entleert und versperrt werden. Bevor es in den Winterurlaub geht, sollte das Wasser im Haus abgestellt werden. Das erspart ein mögliches Fiasko nach der Rückkehr aus dem Urlaub.
Bei nicht genutzten Gebäuden ist eine vollständige Entleerung der Wasserleitungen zu empfehlen. Denn wo kein Wasser im Rohr ist, kann auch kein Rohr platzen.
Der Schadensfall
Ist der Rohrbruch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal passiert, gilt es schnell zu handeln. Dann sollte so schnell wie möglich das Wasser abgedreht werden und -wenn möglich- die Heizung eingeschaltet werden, um weitere Risse zu vermeiden. Anschließend muss umgehend der Versicherer informiert werden.
Versicherungsschutz
Für den Schaden am Wohngebäude empfiehl sich eine Wohngebäudeversicherung. Möbel, Geräte und weiteres Inventar sind durch eine Hausratversicherung optimal geschützt.
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