Vorsicht mit Medizin hinterm Steuer!

Erkältungszeit | 04.11.11
 

Vorsicht mit Medizin hinterm Steuer!

Die Tage werden nicht nur kürzer, es wird auch kühler - durch Kälte, Zugluft oder Nässe ausgelöste Unterkühlungen können Ursachen dafür sein, dass das Immunsystem nicht auf der Höhe ist. Die Folge: Viren oder Bakterien haben ein leichtes Spiel und können Erkältungskrankheiten verursachen. Um dennoch schnell wieder fit zu sein, greifen viele zu Medikamenten. Mit deren Umgang sei allerdings Vorsicht geboten - vor allem im Straßenverkehr!



Die Deutsche Verkehrswacht geht davon aus, dass jeder vierte Unfall direkt oder indirekt unter dem Einfluss von Arzneimitteln zustande gekommen ist. Die Ursache liegt auf der Hand: Konzentration und Reaktionsvermögen können nach der Einnahme beeinträchtigt sein und somit die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Viele Medikamente haben sofortige Auswirkungen auf das Nervensystem: Neben Schlaf- und Beruhigungsmitteln sind dies vor allem Schmerzmittel, Antidiabetika, Bluthochdruck senkende Mittel - aber auch Arzneien gegen Erkältungen, Gliederschmerzen oder Muskelerkrankungen.

Daher sollte man besonders aufmerksam die Packungsbeilagen der eingenommen „Helferchen“ studieren. Entsprechende Hinweise zu möglichen Leistungseinschränkungen sind dort vermerkt. Eine hilfreiche Maßnahme - man entscheidet nämlich in eigener Verantwortung, ob man sich hinter das Lenkrad begibt oder nicht. Dies sei gut überlegt! Von der Unfallgefahr abgesehen sind beim Nachweis über die Einnahme von Medikamenten bei Verkehrsstraftaten auch rechtliche Folgen nicht ausgeschlossen: Es können hohe Geldstrafen, bis zu sieben Punkte in Flensburg oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren anfallen.

Grundsätzlich gilt, definitiv keinen Alkohol während der Medikamentationsphase zu sich zu nehmen! Das Ausmaß der dadurch ausgelösten chemischen Prozesse ist oft schwer einschätzbar und kann unter Umständen negative körperliche und psychische Auswirkungen haben.

Das beste Mittel, um die eigene Abwehr wieder in den Griff zu bekommen, sind einige Tage Ruhe und ausreichend Schlaf. Die gönnt man sich sowieso lieber auf dem heimischen Sofa als hinterm Steuer.

 

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